„Gemeinsam Denkmale retten“

… heißt das Motto zum „Tag des offenen Denkmals 2016“

Gemeinsam mit der Stadt Marktheidenfeld, dem Historischen Verein Marktheidenfeld und Umgebung e.V. und vielen Unterstützern planen wir für diesen Tag ein Fest rund um unsere Alte Mainbrücke. Gleichzeitig wird dies eine Kundgebung für die Erhaltung der Brücke in ihrer jetzigen Gestalt sein.
Die Gefahr für den Teilabriss unserer Brücke hat sich verschärft – wir brauchen dringend weiter Unterstützung!
Information und Diskussion, Ausstellung, Kinderprogramm und einige Überraschungen warten auf die Gäste und Freunde der Mainbrücke. Bitte notieren Sie sich schon diesen Termin:

Sonntag, 11. September 2016, an der Alten Mainbrücke:
Gemeinsam Mainbrücke retten!

Das Programm finden Sie demnächst auf dieser Homepage und natürlich auch unter www.marktheidenfeld.de
Sehr herzlich danken wir schon heute allen, die ihre Beteiligung zugesagt haben und  „Gemeinsam Denkmale retten“ wollen!

Liebe Freunde der Alten Mainbrücke Marktheidenfeld!

 

Seit wenigen Tagen gibt es neue Informationen. Wir haben versprochen, auf dieser Homepage darüber zu informieren:

Am 14. April 2016 wurden die bisher ermittelten Ergebnisse zur Sanierung der Alten Mainbrücke im Stadtrat vorgestellt. Vortrag und Darstellung der Fachleute machten deutlich, dass es sehr umfangreiche und an Genauigkeit wohl kaum zu übertreffende, langwierige Untersuchungen gegeben hat. Um ein Ergebnis vorwegzunehmen: Nach Auswertung aller Daten und der Simulationen ist völlig klar, dass auch „Manschetten“ zur Sicherung gegen Anprall von Schiffen an die Pfeiler nicht realisiert werden können. Sie würden nämlich auch zu einer starken Zunahme der Strömung führen und die Gefahr eines Anpralls noch verstärken. Alle Erläuterungen waren sachlich und nachvollziehbar.

 

Damit jedoch sind die Untersuchungsreihen noch nicht abgeschlossen. Weitere Ergebnisse sollen im Herbst 2016 mitgeteilt werden.

 

Klar erkennbar aber war: Bisher sehen die Verantwortlichen für „Leichtigkeit und Sicherheit der Schifffahrt“ (eigene Aussage)nur die Möglichkeit, einen Brückenpfeiler abzureißen.

Ebenfalls vertreten in dieser Sitzung war das Staatliche Bauamt, das auch die Denkmalschutzbehörde vertritt. Diese Behörde vertritt deutlich den Erhalt des Brückenpfeilers. Bei einem Verstümmeln des Bauwerks könne man den Denkmalschutz gleich ganz abschaffen.

 

Bürgermeisterin Helga Schmidt-Neder und alle Fraktionen des Stadtrats sehen das genauso.

 

Vortrag, Fragen, Forderungen:

 

Vortrag:

In nahezu allen Äußerungen der Vertreter der Wasserbau-Behörden wurde betont, dass die „Leichtigkeit und Sicherheit“ der Schifffahrt sich vor allem auf die Personenschifffahrt bezieht.

 

Wir halten entgegen:

Wie lange wird die Mode der Flusskreuzfahrten anhalten? Müssen die Flusskreuzfahrtschiffe immer größer werden? Können sie nicht auch einmal kleiner werden? Was möchten Menschen erleben, die Flusskreuzfahrten unternehmen? Bewundern sie nicht schöne Landschaften und sehenswerte Orte? Passt dazu das Verschandeln von Baudenkmalen? Jeder, der bereits Flusskreuzfahrten unternommen hat, weiß, dass in aller Regel die Größe der Schiffe dem Fluss und den Brücken angepasst wird – in Deutschland soll das seltsamerweise genau umgekehrt sein. Der Steuerzahler bezahlt es.

 

Vortrag:

Es gäbe am Main nur noch wenige Brücken, die der idealen Durchfahrt entgegenstünden, darunter – in der Mitte des Mains – in Marktheidenfeld (und auch in Lohr). Wegen der „Nachhaltigkeit“ (dieser Begriff wurde tatsächlich verwendet) solle man sich doch hier der Ideallösung für die Leichtigkeit des Schiffsverkehrs nicht entgegenstellen.

 

Wir halten entgegen:

Vor 25 Jahren hat die Stadt Marktheidenfeld – wie andere auch – unter dem Druck des Arguments „Wir wollen mehr Fracht auf die Wasserstraße bringen“ der Vertiefung des Maines unter entsprechenden Ausgleichsmaßnahmen zugestimmt, obwohl dies mit hohen Risiken für unser Trinkwasser verbunden war. Folge dieses Ausbaus mit allen Ausgleichsmaßnahmen war eine schnellere Fließgeschwindigkeit und damit verbunden die Verstärkung der ungünstigen Strömung. Dafür tragen die damaligen Planer der Maßnahme die Verantwortung.

Zudem ist das Gegenteil der beabsichtigten Wirkung eingetreten: Die Frachtgutaufkommen  auf dem Main wird immer weniger. Das ist belegt und erst vor wenigen Wochen für 2015 mit erneutem Rückgang bestätigt worden.

 

Vortrag:

In den letzten 50 Jahren habe es im Durchschnitt einen „Anprall“ pro Jahr an die Mainbrücke Marktheidenfeld gegeben. In den letzten Jahren mehrten sich die Unfälle.

 

Wir halten entgegen:

Auf Nachfrage aus dem Stadtrat wurde erklärt, dass es bei den Wasser- und Schifffahrtsbehörden keinerlei Statistik über die Ursache dieser Unfälle gäbe.

Das bedeutet:  In welchen Fällen die Schwierigkeit der Durchfahrt überhaupt die Ursache eines Anpralls war, ist unbekannt. Tatsache ist jedoch, dass im Jahr 2016 in Lohr – wo ebenfalls die alte Mainbrücke gefährdet ist – ein betrunkener Schiffsführer ein Schiff „an Land“ gesetzt hat. Unfälle dieser Art sind mit dem Abriss von Brückenpfeilern auch nicht zu verhindern.

 

Dazu:

Vor wenigen Wochen wurden im Landratsamt Main-Spessart die Jahrgangsbesten der Berufs-Abschlussprüfungen geehrt, darunter auch ein junger Schiffsführer. Vom Landrat befragt, wie er die Brücken-Durchfahrt bei Marktheidenfeld sieht, war die Antwort:

„Wer’s kann, kommt durch.“

Dem schließen wir uns an. – Noch breiter, noch höher, noch länger ist für Schiffe auf dem Main nicht möglich. Alle anderen kommen durch. Sie haben die nötige Technik an Bord und sie „können es“.

 

Wir fragen:

  • Wo und wie und mit welchen Ursachen sind die Unfälle an der Mainbrücke Marktheidenfeld dokumentiert? Wenn dafür Versicherungen in Anspruch genommen werden, muss das Schadensereignis auch dokumentiert sein.
  • Wie viele der Anprall-Unfälle sind auf menschliches Versagen oder Unvermögen zurückzuführen?
  • Wie viele Ausfalltage gab es für die Schifffahrt in den letzten 5 Jahren durch Niedrigwasser bzw. durch Hochwasser?
  • Wie hat sich das Verhältnis zwischen Fracht- und Personenschifffahrt auf dem Main in dieser Zeit verändert?
  • Woher kommen die Passagierschiffe, wo sind sie zugelassen? Woher kommen die Schiffsführer? Wer prüft die Befähigung der Schiffsführer für das Fahren auf dem Main?
  • Warum wird nicht – wie z.B. auch auf dem Rhein – an den wenigen schwierigen Passagen auf dem Main von den wenigen Schiffe, um die es geht, ein Lotse an Bord geholt?

Die endgültige Entscheidung zwischen unversehrtem Erhalt der Mainbrücke Marktheidenfeld und ihrer Verstümmelung durch Herausbrechen des Mittelpfeilers wird der Bundesverkehrsminister treffen.

Wir fordern den Bundesverkehrsminister auf, sich umfassend zu informieren, nicht nur bei den Behörden – auch vor Ort!

 

Wir fordern, dass sich die Bundesrepublik Deutschland als Eigentümerin der Brücke an die Denkmalschutzgesetze hält, wie es von jedem privaten Eigentümer erwartet wird. 

 

Wenn wir behaupten würden, König Ludwig I. von Bayern habe uns einen Brief geschrieben, in dem er Stellung nimmt zur Diskussion über die Marktheidenfelder Mainbrücke, würde uns niemand glauben. Deswegen behaupten wir das auch nicht. Aber wenn König Ludwig uns einen Brief schreiben könnte, dann vielleicht mit diesem Inhalt: 

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Liebe Freunde der alten Mainbrücke!

Auch am Ende des Jahres 2015 können wir Ihnen keine neuen Informationen zum Fortgang der Planungen zur Sanierung unserer denkmalgeschützten Brücke geben. Es haben weitere Untersuchungen, Befahrungen und Simulationen stattgefunden. Dies alles ist jedoch noch nicht abgeschlossen.

Bei der notwendigen Sanierung kann die sichere Durchfahrt für große Schiffe technisch gelöst werden – allerdings verursacht das zusätzliche Kosten. Nachdem jedoch jedem Bürger, der im Besitz eines denkmalgeschützten Bauwerkes ist, solche Kosten ebenfalls zugemutet werden, bleiben wir voller Hoffnung, dass sich auch die Bundesrepublik Deutschland an entsprechende Gesetze halten muss!

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Wir bleiben dran und „am Draht“ und unterrichten Sie sofort, wenn es Fakten gibt!

Mit herzlichen Grüßen
und guten Wünschen für frohe Weihnachtsfeiertage und

ein gutes und friedvolles Jahr 2016
Lucia Freitag und Constanze Kippenberg

Gutachten der Fachbehörden erst für Herbst 2015 angekündigt

Liebe Freunde der alten Mainbrücke Marktheidenfeld!

Mit fast 5.400 Unterschriften haben Sie deutlich gemacht, dass Sie sich für den unversehrten Erhalt unserer denkmalgeschützten Brücke einsetzen. Wir haben zugesagt, Sie auf „mainbruecke-retten.de“ jeweils über den aktuellen Stand der Dinge zu informieren. Lange gab es keine Neuigkeiten; weitere Untersuchungen und Gutachten der beteiligten Behörden sollten eigentlich bis zum Sommer 2014 erfolgt sein.

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Foto: Constanze Kippenberg

In der Bürgerversammlung am 13.1.2015 gab Bürgermeisterin Helga Schmidt-Neder die neuesten Informationen der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes – Außenstelle Süd Würzburg – bekannt. Die Verlautbarung finden Sie unten ungekürzt.

Für uns bedeuten diese Aussagen keinesfalls „Entwarnung“ – im Gegenteil: Von alternativen Untersuchungen zur Verbesserung der bisherigen Durchfahrt – z.B. von möglichen Veränderungen der Einfahrt zur Brückenpassage – ist hier keinerlei Rede. Wir werden uns auch durch die Verzögerungen nicht „einschläfern“ lassen. Seien Sie sicher: Wir werden Sie über die Entwicklung weiter auf dem Laufenden halten. Danke für Ihre Unterstützung auch im Jahr 2015!

Mit guten Wünschen und herzlichen Grüßen
Constanze Kippenberg und Lucia Freitag

Download: Original-Dokument der GDWS

Diese Brücke ist noch immer in Gefahr!

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Foto: Constanze Kippenberg

Einfach traumhaft ist die Atmosphäre in Marktheidenfeld an der Alten Mainbrücke. Hier kurz vor Beginn des „White Dinner“ Ende Juli 2014.
Noch immer besteht die Gefahr, dass der mittlere Brückenpfeiler aus der denkmalgeschützen Brücke herausgerissen werden soll, wenn die notwendigen Sanierungsarbeiten an dem Baudenkmal durchgeführt werden müssen.

Über 5300 Unterstützer haben inzwischen deutlich gemacht: Marktheidenfeld wird sich mit allen Mitteln gegen dieses Ansinnen zur Wehr setzen. Auch aus den Partnerstädten Montfort sur Meu in Frankreich und Pobiedziska in Polen sind über 100 Unterschriften im Rathaus eingetroffen; Unterschriften von Bürgern der Partnerstädte, die sich mit ihren Freunden in Marktheidenfeld für den unversehrten Erhalt der Brücke einsetzen.

Unsere Aktion läuft weiter! Unterschriftenlisten liegen weiter auf und auch die Petition ist nach wie vor online.
Zur Laurenzi-Messe vom 8. bis 17. August 2014 gibt es eine weitere Gelegenheit : Auf dem Messestand der Stadt Marktheidenfeld werden alljährlich Postkarten von der Laurenzi-Messe verschickt. In diesem Jahr liegt auch eine Postkarte des Historischen Vereins auf mit der Bitte: Mainbrücke retten!

Wir wünschen allen Hädefelern und den vielen Gästen viel Spaß auf der Mess‘ und: Schreiben Sie mal wieder eine Karte!

„Unsere Alte Mainbrücke – Impressionen von früher und heute“

Dunkle Wolken über der Marktheidenfelder Mainbrücke

Dunkle Wolken über der Marktheidenfelder Mainbrücke

 

„Schönheit in Vollendung“, so präsentiert sich die Alte Mainbrücke, Wahrzeichen der Stadt Marktheidenfeld und Identifikationsmerkmal ihrer Bürger, zu allen Jahreszeiten. Dies zeigen Fotoaufnahmen des Denkmals, die bis zum 14. März im Rathaus, im Forum im 1. Stock, während der Öffnungszeiten zu sehen sind.

DANKE

allen, die den „Geburtstag“ unserer alten Mainbrücke mit gefeiert haben!

Inzwischen gibt es insgesamt mehr als 3.700 Unterschriften auf Listen, Unterzeichner der Petition und Unterstützer bei Facebook. In vielen Geschäften und auch im Bürgerbüro im Rathaus liegen weiter Listen aus. Bitte werben Sie weiter dafür.

Wir freuen uns über alle weiteren Unterstützer – und alle „Retter“…
Denn unser einziges Ziel heißt:

Hände weg von unserer alten Mainbrücke!

 

Marktheidenfeld Mainbrücke im Winter

Ölgemälde von Barbara Schauss 

Vielen Dank der Künstlerin, die als gebürtige Marktheidenfelderin die Initiative „mainbruecke-retten.de“ unterstützt

Grund zum Feiern / Grund zur Sorge

Grund zum Feiern:
Marktheidenfeld hat seit 168 Jahren eine der schönsten Mainbrücken

Grund zur Sorge:
Diese Brücke ist in höchster Gefahr! Es droht die Entfernung des Mittelpfeilers bei der Sanierung!

 

Liebe Freunde der alten Mainbrücke!

Vielen Dank allen, die Unterschriften sammeln im Bekanntenkreis, im Verein, in der Nachbarschaft und in ihren Geschäften!

Beim „Brückentag“ am 29. Januar 2014, dem „168. Geburtstag“ unserer Mainbrücke, wollen wir den Zwischenstand der Unterschriftensammlungen bekannt geben.

Deshalb bitten wir Sie herzlich, alle inzwischen gesammelten Unterschriften bis Montag, 27. Januar 2014 im Bürgerbüro im Rathaus abzugeben bzw. dort in den Briefkasten zu werfen oder an unsere Aktionsgemeinschaft „Mainbrücke retten“, Oberländer Str. 3, Marktheidenfeld, zu senden.

Und unser Appell an Sie alle: Bitte werben Sie weiter um Unterstützung der Petition, auf Facebook und auch durch weitere Unterschriften. Beachten Sie auch die Informationen unter „Geschichte“ und „Aktuelles“ auf dieser Seite!

Freundliche Grüße
Constanze Kippenberg und Lucia Freitag

Ein Grund zum Feiern!

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Brückengeburtstag 29.01.2014, 17.00 Uhr

Treffpunkt: unterhalb des Brückenparkplatzes, am „Landpfeiler“

Es laden ein:
Stadt Marktheidenfeld, Historischer Verein und Aktionsgemeinschaft „Mainbrücke retten“

 

Programm:

  • Begrüßung durch Erste Bürgermeisterin Helga Schmidt-Neder
  • Bläserensemble Marktheidenfeld, Leitung: Thomas Grön
  • Anekdoten von „Der Fischer un sei Fraa“
  • Bläserensemble: Frankenlied
  • Illumination der Brücke
  • Bläserensemble: Bayernhymne

 

Es gibt:

  • Weck und Wurscht zu 1 €uro
  • Geburtstagskuchen frei
  • Getränke/Martinsbräu  zu je 1 Euro
  • Fahnenabordnungen von Schifferverein und Fischerzunft

Aktuelles

Liebe Mitstreiter!

Danke für Ihre tolle Unterstützung!  Inzwischen haben die Petitions-Unterschriften die 1000er-Grenze überschritten und ebenso die Zahl der Facebook-Brückenfreunde. Herzlichen Dank allen, die Unterschriftenlisten ausdrucken, Unterschriften sammeln und die Listen in ihren Geschäften auslegen. Mit dieser herausragenden Beteiligung in kurzer Zeit haben wir auch große Aufmerksamkeit in allen Medien erreicht.

Der unversehrte Erhalt unserer alten Mainbrücke war auch Thema im Bayerischen Fernsehen, in der Frankenschau am 18. Dezember 2013. Für alle, die es nicht gesehen haben – hier der Link:

http://www.br.de/mediathek/video/sendungen/frankenschau-aktuell/bruecke-markt-heidenfeld-100.html

Bitte lassen Sie nicht nach, in Ihrer Familie, Ihrem Freundes- und Bekanntenkreis für weitere Unterschriften zu werben. Wir werden gemeinsam aktiv bleiben, bis wir die eindeutige Zusage aller beteiligten Behörden haben: Die alte Mainbrücke Marktheidenfeld wird nach der Sanierung genau so aussehen wie heute!

 

Herzliche Grüße
Constanze Kippenberg und Lucia Freitag